Robert Biberti wurde am 5.
Juni 1902 in Berlin geboren. Schon sein Vater war ein berühmter Opernsänger,
zuviel Bier und ein allgemein zu freizügiges Leben ruinierten jedoch seine
Stimme. Mit 12 Jahren musste Bob die Schule verlassen. Später erlernte Biberti
bei seinem Vater dann die Holzschnitzerei. Ab ca. 1920 widmete sich
Biberti dann immer mehr der Musik und der Schauspielerei. Er sang in Opern,
an Theatern, aber oft auch in einfachen Lokalen. Im "Großen
Schauspielhaus", wo er im Chor sang, lernte er Roman Cycowski und Arni Leschnikoff kennen,
auf eine Zeitungsanzeige hin begegnete er dann Harry Frommermann.
Nach der Trennung der
"Comedian Harmonists" wurde Biberti 1941 zur Berliner
Luftschutzwarnzentrale eingezogen. Durch seine handwerkliche
Geschicklichkeit blieb es ihm erspart, als Soldat ins Ausland gehen zu müssen.
1944 heiratete Biberti seine langjährige Freundin Hilde Longino, mit der er
insgesamt 34 Jahre seines Lebens verbrachte. Nach dem Krieg beantragte er
eine Anerkennung als Verfolgter der Nationalsozialisten und erhielt eine
Kapitalentschädigung, ausserdem lebte er immer noch von den Gewinnen der
"Comedian Harmonists". Zwischen 1950 und 1980 widmete er sich
vorrangig dem Antiquitätenhandel. Robert Biberti schrieb außerdem
Sendungen über die "Comedian Harmonists" für den Rundfunk.
Am 2.
November 1985 starb Robert Biberti mit 83 Jahren in Berlin an
Nierenversagen.
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